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Neuraltherapie

Die therapeutische Wirksamkeit von Lokalanästhetika ist schon seit über hundert Jahren bekannt. Hierbei kommen vor allem kurzwirksame Lokalanästhetika wie Procain und Lidocain zum Einsatz.

Ziel der Neuraltherapie ist die Behandlung von örtlich begrenzten
oder allgemeinen Störungen des Organismus. Die teilweise verblüffenden Effekte beruhen vermutlich im Wesentlichen auf der Einflußnahme auf das vegetative Nervensystem.

Neuraltherapheutisch behandelbare Störungen können sein:

- Akute und chronische Schmerzzustände (z.B. der Wirbelsäule und Gelenken)
- Funktionelle Störungen
- Vegetative Störungen
- Akute und chronische Entzündungen

Zur Neuraltherapie gehört eine bestimmte Einstellung, Haltung und Denkweise zur Ätiologie von Symptomen, d. h. ein fächerübergreifendes, vernetztes , sich nicht an einem Einzelsymptom orientiertes Denken. Diese Denkweise richtet sich nach der Ursachensuche „am ganzen Patienten von der Haarspitze bis zur Großzehe“.

Achillodynie, Tennisellenbogen, Triggerpunkte, HWS-Beschwerden, cervicaler Kopfschmerz, Migräne, Wirbelsäulenproblematiken, Schulter-Knie- und Hüftarthrosen, Fersensporn, Impingement der Schulter, Ischialgien sowie frische und alte Narben (Störfelder!!) usw. sind nur einige wenige Indikationen die mit der Neuraltheraphie behandelt werden können.

Oftmals wird die Neuraltherapie flankierend mit anderen Therapiemaßnahmen wie Manueller Therapie , Osteopathischen Techniken, kleine chiropraktische Eingriffe , kinesiologisches Tapen, Akupunktur, Lasertheraphie, Stoßwellentherapie usw. kombiniert um auch hierbei den ganzheitlichen Ansatz immer zu verfolgen.

Auch kann das bei der Neuraltherapie verwendete Procain zusätzlich mit homöopathischen Mitteln kombiniert werden, sodass die positiven Eigenschaften des Procains wie Schmerzhemmung, Entzündungshemmung und Durchblutungsverbesserung zusätzlich unterstützt werden und das zugegebene Präparat eventuell seine spezifischen Eigenschaften entfalten kann.