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Eigenbluttherapie

Bei der Eigenbluttherapie wird das aus dem Organismus Blut entnommen und sofort wieder zurückinjiziert. Dies kann zu einer
Aktivierung der körpereigenen Abwehrkräfte führen und damit Heilungsprozesse im Körper in Gang gesetzt werden.
Hierbei kann die Therapie sowohl lokale als auch systemische Wirkung haben.
Bei der lokalen Wirkung kommte es nach der Injektion unmittelbar zu einer zu lokalen Entzündungsvorgängen die mit den typischen Entzündungszeichen wie Rötung, Schwellung, Erwärmung, Schmerz und selten Funktionseinschränkung (Gelenke) einhergehen können. Diese Entzündungsreaktion ist Auslöser einer Kette von zellulären und humoralen Folgereaktionen, die letztendlich eine Mobilisation der körpereigenen Abwehrkräfte mobilisieren können. Diese Prozessse sind entgegengesetzt zu den genannten Entzündungsreaktionen nicht sicht- oder meßbar.


Lokale Reaktionen können sein:


Veränderung der Gewebsisotonie ->

- erhebliche Steigerung von Oxidationsvorgängen
- durch biochemische Reaktionen entsteht eine zunehmende Gewebsazidose mit einem verstärkten Plasmaeinstrom und einem lymphatischen Abtransport

Steigerung der lokalen Abwehr ->

- durch Aktivierung lokaler Abwehrmechanismen bilden sich im Injektionsgebiet drei mikroskopisch unterscheidbare
Zonen(von Innen nach Außen): Resorptionszone, lympho- plasmozelluläre Zone, Faserzone
- Es kann davon ausgegegangen werden , dass die lympho- plasmozelluläre Zone Ausgangspunkt für die das Immunssystem aktivierenden Mechanismen.

Systemische Wirkungen können sein:

Wirkungen auf das Immunsystem->

- Die Eigenblutinjektion führt im Organismus zu einer
Veränderung der Reaktionslage, was in einer Zunahme der
Immunkörper im Blut seinen Ausdruck findet. Es kommt so zu einer Resistenzsteigerung des gesamten Organsimus sowie einer Anhebung der allgemeinen Abwehrlage. Dies kann insgesamt die Heilungsfähigkeit beeinflussen.

Wirkungen auf das Vegetativum->

- Der Organsismus beantwortet jeden Reiz, der auf die
Regulationssysteme einwirkt, mit einer allgemeinen
vegetativen Reaktion . Je nach Art und Stärke des Reizes
, kann die Gegenreaktion des Körpers stärker oder schwächer ausfallen, wobei aber immer das Wirkungsprinzip der vegetativen Gesamtumschaltung erkennbar wird.
Das zirkulierende Blut hat in erster Linie eine Transportfunktion (Sauerstoff, Nährstoffe, Vitamine, Elektrolyte, Ausscheidung von Kohlendioxid und Stoffwechselabfallprodukte usw.). Gleichzeitig enthält das Blut eine Vielzahl individuellerInformationen
(durchgemachte Erkrankungen, vorhandene Resttoxine von überstandenen Infektionen, Stoffwechselablagerungen, aber auch ganz spezifische Antikörper, mitunter auch Bakterien).
Um seine mannigfaltigen Aufgaben erfüllen zu können , darf das Blut das Gefäßsystem nicht verlassen. Gelangen Blutbestandteile aus dem Gefäßsystem heraus, so treten Abwehrmaßnahmen im Sinne einer Entzündung auf, da das Abwehrsystem das entnommene und reinjizierte Blut nicht als solches erkennt; somit wird hier das Blut selbst zum pathogenen Reiz und es werden Erinnerungsbilder im Körper geweckt. Das Blut wird nun zum Informationsträger für das Immunsystem mit der Folge, dass die Abwehrsituation im Körper verbessert bzw. optimiert wird.
Nun ist es durchaus möglich, dass ein bestehender chronischer Krankheitsprozess in einen akuten Zustand zurückgeführt wird. Dies kann sich durch eine vertretbare und für den betroffenen Patienten erträglichen Erstverschlimmerung äußern.
Das Ziel ist also, durch die herbeigeführte Situation ein erneutes Aufleben der Abwehrkräfte zu erreichen, mit dem Ziel, Heilungsprozesse einzuleiten.

Vegetative Gesamtumschaltung ->

- Der Einfluss des reinjizierten Eigenblutes kann sich satrk auf die vegetative Gesamtlage des Organismus auswirken.
In der ersten Phase besteht ein Übergewicht des Symphatikus , welche eine Aktivierung der Immunmodulation zur Folge hat. In der zweiten Phase folgt ein Übergewicht des Parasymphatikus, welcher die Heilungstendenz verbessern kann. Letztlich werden dann wieder die normalen Ausgangswerte hergestellt.

Insgesamt haben verschieden Untersuchungen ergeben, dass
Sowohl das spefifische als auch das unspezifische Abwehrsystem stimuliert werden kann.


Das Blut kann in unveränderter Form oder mit ausgesuchten auf das Krankheitsbild zugeschnittene homöopathischen Mitteln versetzt zurückgegeben werden.

Therapeutische Wirkungen, Indikationen und Kontraindikationen

-> Besserung des Allgemeinbefindens
-> Analgetische (schmerzlindernde) Wirkung
-> Verbesserung der pharmakologischen Wirkung anderer
Medikamente

Indikationen der Eigenblutbehandlung sind:

- Vermindertes Allgemeinbefinden, physisch und psychisch
- Depressive Zustände, insbesondere während des Klimakteriums
- Schlafstörungen
- Reduzierter Appetit
- Allgemeine Rekonvaleszenzförderung
- Chronische Schmerzzustände (analgetische Wirkung)
- Nachlassen der Drüsentätigkeit
- Entzündungen (antiphlogistische Wirkung),
- Reduzierung stark wirkender Arzneigaben
- Auffinden von Herden

Kontraindikationen für die Eigenblutbehandlung sind:

- Aktive tuberkulöse Prozesse
- Schwere kachektische Zustände
- Thrombophlebitis
- Destruktive Endstadien

Nebenwirkungen und Erstverschlimmerung


Nebenwirkungen:

Sie werden vor der Behandlung noch einmal separat von mir über mögliche Nebenwirkungen und Erstverschlimmerungen aufgeklärt.

Es kann auftreten: -Fieber, diese klingt nach 2-3 Stunden i.d.R.
wieder ab.

- Müdigkeit, Schlappheit und ein verstärktes Krankheitsgefühl für einige Tage

- Leichte Lokalreaktion an der Injektionsstelle in Form einer Rötung (unbedeutend)

Gelegentlich kann es zu Herdreaktionen kommen. Diese sind erwünscht, da bisher „versteckte“ und unerkannte lokalisierte Erkrankungen zum Vorschein kommen kommen und dadurch evtl. mitbehandelt werden können. Besonders auffällig sind hierbei Herdreaktionen im Kopfbereich welche sich äußern können als:

- Zahnbeschwerden infolge eines Zahnfokus, z.B.
Zysten oder Zahnfisteln (Abklärung durch den Zahnarzt)

-Kopfschmerzen über dem Auge: Verdacht auf chron.
Kieferhöhlen-, Siebbein-, oder Stirnhöhlenentzündung (Abklärung durch den HNO-Arzt)

-Schmerzen im Bereich des Oberkiefers infolge einer
Kieferhöhlenentzündung, insbesondere im Verlauf einer
Grippe (Abklärung durch HNO-Arzt)
- Schmerzen im Hinterkopf: Verdacht auf eine Keilbein-
Entzündung (Abklärung durch HNO-Arzt)

Erstverschlimmerung:

Bei dermatologischen Erkrankungen sowie bei Allergien ist zunächst zu Beginn der Therapie eine „Negativphase“ zu beobachten, d.h. es kommt nach der Eigenblutinjektion unter
Umständen zu einer erheblichen Erstverschlimmerung. Bei korrekter Dosierung und Einhaltung der Injektionsintervalle
Werden Erstverschlimmerungen relativ rasch behoben, die „Negativphase“ geht in eine „Positivphase“ über.
Hin und wieder können eine chronische Appendizitis oder eine chronische Adnexitis kurzzeitig aufflackern und Beschwerden verursachen. Gleiches gilt für die Prostatitis. Alle diese Reaktionen
Sind Antwort des Organismus auf die beginnende Abwehrfunktion.

Wenn Sie Interesse an einer Behandlung mit der Eigenbluttherapie haben kontaktieren Sie mich gerne jederzeit
und wir vereinbaren einen ersten Besprechungstermin in meiner Praxis.